Die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) beim Kreisverband Görlitz umfasst zwei unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene ehrenamtliche Einsatzbereiche.

Not- und Unglücksfälle treffen Menschen meist völlig unvorbereitet und reißen sie von einem Moment auf den anderen aus ihrer gewohnten Lebensrealität. Eltern, die nach dem plötzlichen Tod ihres Kindes wie gelähmt sind. Familien, denen nach einem schweren Verkehrsunfall eine Todesnachricht überbracht werden muss. Menschen, die mit dem Suizid eines nahestehenden Angehörigen oder Freundes konfrontiert sind.
In solchen Ausnahmesituationen kommen die Einsatzkräfte der Krisenintervention zum Einsatz. Als speziell ausgebildete, autark arbeitende Ehrenamtliche fahren sie direkt zu den Angehörigen oder an die Einsatzstelle. Dort unterstützen sie in den ersten Stunden nach dem Ereignis – genau dann, wenn der Schock am größten ist und Orientierung fehlt.
Sie geben Stabilität, bleiben an der Seite der Betroffenen und helfen bei den ersten Schritten nach einem traumatisierenden Erlebnis. Im engen Zusammenspiel mit Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr sorgen sie dafür, dass Menschen sich nicht allein gelassen fühlen.

Neu ist der Einsatz der psychosozialen Notfallversorgung als Teil des Katastrophenschutzes.
Seit einer Gesetzesnovelle im Jahr 2024 ist dieser Bereich in Sachsen offiziell verankert und gewinnt zunehmend an Bedeutung. In diesem Einsatzfeld arbeitest du im Team und rückst mit einem Einsatzfahrzeug in das jeweilige Einsatzgebiet aus. Gemeinsam unterstützt ihr bei größeren Einsatzlagen, außergewöhnlichen Ereignissen oder Katastrophen.
Dabei geht es um die psychosoziale Betreuung vieler betroffener Menschen innerhalb einer Schadenslage – strukturiert, koordiniert und verlässlich. Die Teams der psychosozialen Notfallversorgung arbeiten dabei Seite an Seite mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.

Der Einstieg ist unkompliziert: